Bärlauch
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Marrubium vulgare
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giftige Pflanzenteile!
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Heilkräuter / Heilpflanzen von Karl-Heinz Baake
Bärlauch (Allium ursinum)
Feuchte, humusreiche, kalkhaltige, halbschattige Plätze, auch am Bachlauf, dort breitet er sich langsam von selbst aus. Sandböden müssen mit Kompost und Algenkalk verbessert werden. Aussaat 8 - 2 (Kaltkeimer). Besser ist die Pflanzung der Zwiebel, 9 - 10, 5 cm tief, Abstand 15 - 20 cm. Die Zwiebel ist nur einige Tage lagerfähig. Er wird 20 - 40 cm hoch und sorgt für eigene Weiterverbreitung durch Brutzwiebeln und Samen. Letztere werden durch Ameisen gern weitergetragen. Blüte 4/6, weiß. Stiele sind oft unten verdreht. Junge Blätter, manchmal schon ab Januar, können frisch gegessen werden bis zur Blüte (4 - 5). Wenn das dritte Blatt erscheint, kann man die ersten zwei Blättchen abschneiden und damit die Blatternte erhöhen. Je älter die Blätter sind, desto stärker ist der Geruch, je trockener er gestanden hat, um so schärfer ist der Geschmack. Die Zwiebeln sollten schon vor der Blüte und wenn die Blätter noch weich sind, geerntet werden, oder auch im Herbst. Wirkung ähnlich dem Knoblauch, in einigen Fällen stärker. Im Geschmack ist er milder als Knoblauch. Der Geruch der Menschen bei Genuß ist weniger stark durch seinen großen Chlorophyllgehalt, doch im Verband an Waldrändern treibt er Mensch und Tier oft in die Flucht. Im Sommer zieht er ein. Verwendung für Obstbaumscheiben usw. wie Knoblauch. Nicht düngen, Herbstlaub auf seinem Standplatz kommt den natürlichen Verhältnissen am nächsten. Vorkultur möglich für Gewinnung von jungen Blättern: Im Herbst einige Zwiebeln in Töpfe pflanzen und ins Freie stellen. Nach einigen Frosttagen in das Haus holen und hell und kühl stellen, 10 - 12°. - Verwechselungsgefahr mit Herbstzeitlose und Maiglöckchen, durch den intensiven Geruch sind sie jedoch unterscheidbar.
Die Zwiebeln können im Keller, in feuchte Erde gelegt, einige Zeit frisch gehalten werden. Konservierung der Blätter am besten in Öl, wie Basilikum-Pesto* oder auch Einsalzen. Press-Saft kann mit Milch getrunken werden, dadurch wird der Geschmack milder. - Nektar und Pollen dienen Schmetterlingen (Distelfalter, Kohlweißling, Landkärtchen, Tagpfauenauge, Zitronenfalter) und vielen Schwebfliegen als Nahrungsquelle.
Es besteht bei Ernte im Walde die Gefahr von Ansteckung durch den Fuchsbandwurm. - In Eberbach am Neckar finden alljährlich im März/April Bärlauchtage mit Vorträgen, Kochkursen, Bärlauchgerichten usw. statt.
Anwendung als Gewürz ähnlich dem Knoblauch: Gemüse, Salate, Suppen, Weichkäse.
Der Bärlauch kann sich schnell im Garten wie Unkraut ausbreiten. Hat man davon genügend davon, sollte man immer die Blüten entfernen. Vermehrung durch Samen (Kaltkeimer).
Siehe auch Gesunde Ernährung - Heilkräuter, Heilpflanzen und den Einführungstext für das Kapitel Kräuter-Gewürze.
Der empfiehlt: *Bärlauchpesto. Zubereitung vor der Blütenbildung: Nur die zarten Blätter abschneiden, reinigen und trocknen. Je 200 g Bärlauch und Olivenöl° werden mit 100 g Wasser püriert. 20 g Salz, 60 g geröstete Pinienkerne und 150 g geriebenen Parmesan zugeben. Aufbewahren in einer dunklen Flasche. - Das Pesto hält sich länger, wenn Pinienkerne und Parmesan fallweise später zugesetzt werden. 'Natives Olivenöl extra' oder 'Natives Olivenöl extra Virgin' aus biologischem Anbau wählen mit unter 1 % freien Fettsäuren, das schonend gepresst wurde.
Autor, Lizenz & Quelle
| Karl-Heinz Baake ("Der Bio-Gärtner") Friedberg/ Hessen |
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