Einfache Wasseraufbereitung
Aus Survival MediaWiki
Vorwort
Ohne Wasser verdursten wir innerhalb von 2 bis 3 Tage. Wir sollten täglich 2l Flüssigkeit aufnehmen, damit der Körper richtig „funktionieren“ kann. Obwohl unsere Erde zum größten Teil mit Wasser bedeckt ist (Ozeane, Eis, Flüsse und Seen) ist nur ein Bruchteil dieses Wassers trinkbar oder hat Trinkwasserqualität.
Es stellt zumindest im Europäischen Raum kein Problem dar Wasser zu finden. Dieses verschmutzte Wasser trinkbar und gesundheitlich unbedenklich zu machen ist eine Kunst, diese zu lernen ist keine.
Viele Ärzte, Wissenschaftler & Ingeneure haben sich dieses Problem angenommen. Es gibt viele verfahren Wasser aufzubereiten und viele sind so einfach das man diese leicht nachvollziehen kann.
Die erste Frage: woher bekomme ich denn Wasser außer aus der Leitung? Pfützen kleine Bäche, Flüsse und Seen sind voll mit Wasser. Dieses Wasser muss vorbehandelt werden um es trinken zu können.
Man wird natürlich nicht krank wenn man z.B.: beim Baden in einem Waldsee Wasser schluckt oder direkt aus einem Bach trinkt. Allerdings besteht immer die Gefahr der Verscheuchung des Wassers mit Parasiten, Fäulnisbakterien oder Viren durch tote Tiere die im Wasser liegen könnten. Das Wasser könnte auch mit natürlichen Abbauprodukten kontaminiert sein (Ammoniumnitrat, Schwefelwasserstoff uvm). Oder mit vielen Chemikalien die nichts in der Natur zu suchen haben.
Nicht nur in Notzeiten muss man sich gesund halten. Die „Gefahr aus dem Trinkwasser“ zu minimieren ist oberstes Gebot.
Im 19.Jahunedert starben viele Menschen an Durchfallerkrankungen, da sie verunreinigtes Wasser getrunken hatten. Obwohl das Wasser klar und frisch schmeckte erkrankten und starben Sie daran!
| Auslöser | Krankheit | Symptome |
|---|---|---|
| Einzeller | Giardiasis | Fieber, Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe, Blut im Urin. |
| Einzeller | Kryptosporidien-Infktion | Übelkeit, Bauchschmerzen, starker-faulig riechender Durchfall und Erbrochenen |
| Parasiten | Hakenwurm | Larven über Lunge und Rachen zum Magen -> werden dort zu Würmern, Lethargie, Anämie |
| Parasiten | Schistosomiasis | Magenschmerzen, Hautausschlag, Durchfall, Fieber Erschöpfung, Husten, Hautjucken |
| Bakterien | Cholera | Muskelkrämpfe, schnelle Dehydration, niederer Blutdruck Erbrechen, feuchte-kalte Haut |
| Bakterien | Escherichia Coli | Erhöhte Temperatur, blutiger-eitriger-schleimiger Stuhl |
| Bakterien | Amöbenruhr | Teilnahmslosigkeit, Erschöpfung,möglich fester-fauliger-blutiger Stuhl |
| Bakterien | Samonellen | Magenkrämpfe, Fieber, Durchfall, Kopfschmerzen |
| Vieren | Hepatitis A | dunkler Urin, Übelkeit, leichtes Fieber, GELBSUCHT |
Quelle: http://www.yggdrasil-forum.at/wiki/index.php/Verschmutztes_Wasser
Merke: Auch klares und sauberes scheinendes Wasser kann mit Krankheitserreger verunreinigt sein!
Merke: Auf Reisen in dritt und schwellen Ländern sollte man unbehandeltes Leitungswasser nicht trinken!
Die Reinigung von Trinkwasser können wie folgt unterteilt werden:
physikalische / mechanische Behandlung
- filtern
- kochen
- aussetzen harter UV Strahlung (Sonnenlicht)(SODIS)
chemische Behandlung
- Zugabe von chemischen Verbindungen
Bsp.: Chlor oder Silberionen
Autor & Lizenz
Autor: André Pohle
Wasseraufbereitung
WASSER AUFBEREITEN
Oberflächengewässer können grundsätzlich verseucht sein. Wenn Tiere Wasser trinken heisst dies noch lange nicht dass dieses Wasser für den Menschen geeignet ist. Auch dieses Wasser ist entsprechend zu behandlen. Neben chemischen Verunreinigungen machen Dir draussen vor allem kleine Tierchen (Giardia, Bilharzia etc...), Bakterien (Salmonella typhi, Choleravibrionen, Shigellen etc.) und Viren (Polio, Hepatitis etc.) zu schaffen. Diese kleinen Biester kannst Du Dir mit folgenden Methoden mehr oder weniger gut vom Leib halten: Mikroorganismen sind von blossem Auge nicht erkennbar, können aber in jedem Wasser vorhanden sein. In stehenden oder langsam fliessenden Gewässern ist die Verkeimung besonders hoch. Chemisch verunreinigtes Wasser kann verfärbt sein oder einen starken Geruch entwickeln. Oftmals sind die Verunreinigungen von Auge gar nicht ersichtlich. Obschon dieses Wasser selten einen sofortigen Effekt auf den Organismus hat, ist es äusserst schädlich, wenn es über eine längere Zeit zu Trinken und Kochen verwendet wird. Chemische Verunreinigungen können durch einen Kohlefilter zum grössten Teil vermindert werden. Auch Schwermetalle wie Blei und Quecksilber werden mit speziellen Kohlefiltern reduziert.
WasserFilter?
Sonstige Wasseraufbereitungsmethoden
Linksammlung - Wasseraufbereitung
Letzte Änderung: 15.1.2005 20:22:44 - Autor: ep - Letzter Autor: ep
Krankheiten - Wasser
Kankheiten die durch verunreinigtes Trinkwasser entstehen können
Symptome vom Trinken von verunreinigt Wasser
Durchfall Erbrechen bzw. Übergeben Übelkeit Fieber Allgemeines Unwohl Ermüdung oder Gewichtsverlust wegen der oben gennanten Zustände Durch im Wasser vorhandene Stoffe in giftigen Konzentrationen (Blei-, Ar-sen- und Kupfersalze) können Krankheiten bzw. Vergiftungen hervorgerufen werden. Vor allem aber können im Wasser befindliche krankheitserregende Bakterien (Typhus, Paratyphus, Milzbrand, Cholera, Tuberkulose) und Viren (Gelbsucht, Kinder-lähmung), Amöben und Würmer schwerste Gesundheitsstörungen verursa-chen. Es ist deshalb oberstes Gebot, daß niemals Wasser getrunken werden darf, das nicht durch vorherige Aufbereitung bzw. nach vorheriger Untersuchung als Trinkwasser freigegeben wurde.
Zurück zu Allgemeines (Wasser)
Letzte Änderung: 15.1.2005 20:13:31 - Autor: ep - Letzter Autor: ep
Anzeichen für Wassermangel
Trinkwassermangel
Lange bevor die Organe versagt kann der Wassermangel auch schon indirekt (z.B. durch Fehlentscheidungen) einen umbringen. Es macht daher wenig Sinn Wasser zu rationieren und es ist blanker Wahnsinn - im Glauben man werde schon irgendwo etwas Trinkbares finden ohne Wasservorrat loszugehen. Symptome einer Dehydration (Wassermangel) sind z.B. Trugbilder (See in der Wüste) usw.
„Kneifprobe“: In den Unterarm kneifen und Hautfalte hochziehen. Bleibt die Hautfalte stehen wird´s kritisch. Klappt gut bei Kindern und alten Menschen.
Urinfarbe: Dunkler Urin kann auf Wassermangel hindeuten. Sonstige Zeichen: Anschwellende Zunge, Seh- und Sprachstörungen, Antriebslosigkeit sind Alarmzeichen!
Um Wasserverlust zu vermeiden die folgende Dinge in Betracht ziehen:
Schwitzen vermeiden. Anstrengende Arbeiten/Märsche in den Schatten/in die Nacht verlegen Lange, lockere, helle Kleidung tragen Windschutz - Wind fördert erheblich die Verdunstung Nichts essen, ausser saftigem Obst, vor allem keine eiweisshaltige Nahrung (z.B. Fisch, Nüsse) und kein Fett Keinen Alkohol trinken und nicht rauchen! Niemals Salzwasser oder Urin trinken - beides bringt das osmotisches Gleichgewicht durcheinander und das kann tödlich sein. Niemals „unsicheres“ Wasser trinken. Wenn Wasser knapp ist, wäre ein ansonsten harmloser Durchfall durch Mikroorganismen Ihr sicherer Tod. Zurück zu Allgemeines (Wasser)
Letzte Änderung: 15.1.2005 20:13:31 - Autor: ep - Letzter Autor: ep
Wasser abkochen
Wasser abkochen
Abkochen: Einfach und recht sicher - je länger desto besser (10 Minuten + je 150 Höhenmeter eine Minute mehr). Einige Keime lachen allerdings über die 100°C. Im Gebirge erreichst Du durch abkochen nicht mal mehr 100°C (Siedetemperatur fällt mit dem Luftdruck) - hier musst Du auf andere Verfahren umsteigen. Ausserdem hast Du oberhalb der Baumgrenze ohnehin Probleme ausreichend Brennstoff zu finden. Um den Geschmack von abgekochtem Wasser zu verbessern gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Das abgekochte Wasser zwischen 2 Behältern hin und her schütten. Ein nur teilweise gefüllten Behälter schütteln. Zugabe einer Prise Salz. Zugebe eines Holzkohlenstückes.
Pestizide, Schwermetalle, radioaktive Stoffe usw. werden durch Abkochen nicht vernichtet!!
Zurück zu Wasseraufbereitung
Letzte Änderung: 15.1.2005 20:13:35 - Autor: ep - Letzter Autor: ep
Wasser destillieren
Wasser destillieren: Destillation mittels Sonnendestille: Eine Grube wird mit einer transparenten Kunststofffolie überdeckt. Diese wird in der Mitte mit einem Stein beschwert. Das durch die Sonne verdunstete Wasser des Bodens kondensiert an der Kunststofffolie und sammelt sich dann im Becher unter der Folie.
Destillation mittels Feuer:
Z.B. mit einem Teekessel: Passenden, recht langen, sauberen Gummischlauch auf die Tülle eines mit Wasser gefüllten Teekessels stecken. Teekesselinhalt zum Kochen und Verdampfen bringen. Dampf durch Durchführen des Schlauches durch ein Gefäss mit Kaltwasser, Schnee usw. (umwickeln des Schlauches mit ständig benetzten Tüchern) zu Wasser zurückverdichtet (kondensieren).
Zurück zu Wasseraufbereitung
Letzte Änderung: 15.1.2005 20:13:38 - Autor: ep - Letzter Autor: ep
Chemische Wasseraufbereitung
Chemisches Trinkwasseraufbereitung
Chemisches Entkeimen: Hilft nur bei vorgefiltertem Wasser, da grössere Bakterienkolonien das Entkeimungsmittel leicht überfordern. Die notwendige Einwirkzeit, die erforderlich ist Bakterien und Viren den Garaus zu machen, hängt stark von der Wassertemperatur ab. Alle Entkeimungsmittel sind ein Bisschen giftig. Du solltest daher so entkeimtes Wasser nicht monatelang trinken. Folgende Mittel sind brauchbar: 1. Chlor: Altbewährt, aber nicht ganz unumstritten. Da gibt es doch tatsächlich Leute, die behaupten das Zeug sei krebserregend. 2. Jod: Ähnlich wirksam wie Chlor, ist aber bedenklich für Schwangere und Schilddrüsenkranke. 3. Silber ist nicht so ein Hammer, wie Chlor und Jod, aber es bleibt dafür länger im Wasser und hält es auch in Behältern lange keimfrei. Silber wird daher gerne in Kombination mit Chlor oder Jod verwendet. 4. Kaliumpermanganat: Nicht nur zum Bombenbasteln geeignet, allerdings auch nicht ganz ungiftig. Chemische Verunreinigungen und Salze:Destillation kannst Du trinkbares Wasser gewinnen. Leichtlösliche Bestandteile (z.B. Ammoniak) wirst Du aber auch so nicht ganz los. Gelöste Salze (Seewasser) kannst Du durch Umkehrosmosefilter, Ionenaustauscher und Entsalzungstabletten stark verringern.
Micropur: Gibt es in 100er Packung, 1 Tablette für 1 Liter = 100 Liter. 50er Packung, 1 Tablette für 5 Liter = 250 Liter. 10er Packung, 1 Pulvert. für 100 L. = 1000 Liter. Das Pulver lässt sich mit Spielkarten und „Schiffchen“ gut vierteln, sodass man besser zu handhabende 25L Mengen erhält. Augenmass sollte hier genügen. Das Pulver dann in kleine Plastikpäckchen abfüllen und verschweissen.
I. Desinfizieren mit Chlor: Mit Hilfe von Chlor (Natriumhypochlorit) werden Krankheitserreger abtötet. Natriumhypochlorit (NaOCl) hat eine stark oxidierende Wirkung, dass heisst, es möchte gerne ein anderes Element oder eine Einweissverbindung oxidieren, um dadurch nach Chlorid (Cl-) reduziert zu werden . Durch die Oxidation werden die Zellfunktionen in den Mikroorganismen gestört. Um die Qualität und Quantität der Desinfektion bestimmen zu können muss (leider) ein Überschuss an Chlor zugegeben werden. Das Wasser muss also nach einigen Minuten immer noch etwas nach Chlor riechen. Die Einwirkzeit beträgt in der Regel mindestens 30 Minuten. Zur Sicherheit natürlich die Packungsbeilage des Hersteller lesen (Menge, Haltbarkeit, Einwirkzeit, etc.). Von einer reichlichen Dosis, nach dem Motto: viel hilft viel, ist dringend abzuraten. Bei einer Überdosierung entstehen gesundheitsgefährdende Chlorverbindungen.
Solange das desinfizierte Wasser noch nach Chlor riecht, befindet sich darin aktives (gesundheitschädliches) Chlor. Daher warten bis der Chlorgeruch vorbei ist oder ein sogenanntes „Antichlor“ verwenden. Es muss ein Überschuss an Chlor zugegeben werden, damit die Gewährleistung besteht, dass alle Erreger erwischt worden sind.
II. Entfernung des Chlorgeruches:
Um den Chlorgeruch wieder zu entfernen, aber die Einwirkungszeit des Chlors beachten, kann man Natriumthiosulfat (Na2S2O3) verwenden. Diese Mittel werden oft auch als Antichlor bezeichnet. Durch Zugabe von Natriumthiosulfat entstehen die harmlosen Verbindungen Kochsalz (NaCl) und Natriumsulfat (Na2SO4). Die Reaktionsgleichung dazu: 4 NaOCl? + Na2S2O3 + H2O => 2 Na2SO4 + 4 NaCl? + H2SO4 Auch hier gilt wieder: Fragen sie die Packungsbeilage. Chlorgeruch lässt sich ausserdem mit einem Aktivkohlefilter entfernen.
Haltbarmachung des Trinkwassers: Die Haltbarmachung des Trinkwasser geschieht in der Regel mit Silberionen (Ag-), diese befinden sich z. B. in dem Silber-Natriumchlorid-Komplex. Im Gegensatz zu der Chlorbehandlung, findet durch die Verwendung von Silberpräparaten keine geschmackliche Veränderung des Wassers statt. Eine Entkeimung im eigentlichen Sinn findet nicht statt, da Silberionen in der Regel keine Bakterien oder Mikroorganismen abtöten, sondern verhindern lediglich deren Vermehrung! Die Reaktion bei Silberpräparaten ist ausserdem träger als bei Chlorprodukten. Die Wirkung dürfte dahingehend sein, dass der Stoffwechsel durch die Affinität zu Schwefel gestört wird, ebenso bei schwefelhaltigen Enzymen. Die Einwirkzeit beträgt ca. 2 Stunden; das Wasser ist danach aber auch bis zu 6 Monate gegen Nachverkeimung geschützt. Wasser kann aber nur gegen weitere Nachverkeimung geschützt werden, wenn es nicht offen rumsteht oder mit „verseuchten“ Behältern in Berührung kommt. Die Aufnahme an Silber durch das Präparat ist geringer, als eine Mahlzeit mit Silberbesteck zu futtern.
Ein Tip: Verschiedene Getränke (Tees, Säfte, etc.) verursachen Ablagerungen in den Trinkflaschen, die mit normalen Spülen nicht heraus zu lösen sind. Durch den Gebrauch der Corega (Gebissreiniger) werden die Ablagerungen entfernt und vorhandene Keimhaufen werden vernichtet. Diese Massnahme empfiehlt sich vor und hinter einer Tour.
Zurück zu Wasseraufbereitung
Letzte Änderung: 15.1.2005 20:13:39 - Autor: ep - Letzter Autor: ep



