Unterhalt eines Feuers
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Viele Fragen die man für sich im Vorfeld abklären muss.
Bevor man ein Lagerfeuer zünden sollte man sich darüber im Klaren sein wofür man das Feuer braucht. Soll ein rein dekorativ brennen und das Biwak erhellen soll es zum Kochen genutzt werden & wie viel Holz steht einem zu Verfügung. Darf ich auf dem Platz überhaupt ein Feuer zünden und wenn überhaupt in welcher Form. Ist es Sommer und der Wald ist Knochen trocken oder hatte es ausreichend geregnet? Bevor man ein Feuer entfacht steht die Sicherheit an erster Stelle! Ich gehe in diesem Text von einem angemeldeten Biwaklager aus wo ein prasselndes Lagerfeuer erwünsch und gewollt ist.
ein paar Faustregeln
- 1. niemals unter Bäumen ein Feuer betreiben
Warum? Unter umständen kann das Feuer auf den Baum überspringen und die Katastrophe ist perfekt. Auch die aggressiven und heißen Rausgase kann den Baum schädigen.
- 2. niemals ohne Vorbreitung des Untergrundes ein Feuer starten
Warum? Um die Wiese zu schonen und um hässliche Brandflecken zu vermeiden. Wenn man in Notzeiten im Wald ein Feuer entzünden muss um nicht zu erfrieren müssen Blätter und Moos entfernt werden um die Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Merke: ein guter Surviver hinterlässt keine Spuren beim Verlassen an seinem genutzten Rastplatzes!
- 3. Ist ein Feuerlöscher, genügend Sand oder Wasser vorhanden um ein eventuellen unkontrollierten Brand einzudämmen?
Sind diese Fragen geklärt kann man sich daran machen sein Feuer Vorzubereiten.
Vorbereitung:
Egal wie und wo man ein Feuer zündet muss sichergestellt werden ob genügend Zunder vorhanden ist. Man bereitet im Vorfeld seine Feuerstelle vor in dem man genügend kleine Zweige sammelt und viele Holzspäne herstellt. Man sortiert kleinere & größere Äste vor, „größere “ Äste und „Knüppel“ die zum späteren Zeitpunkt in das schon heiß brennende Feuer gelegt werden.
Wie man am „Western Feuer“ gut sehen kann wurde die Grasnabe mit einem Spaten abgestochen und zur Seite gelegt. Wenn das Feuer gelöscht wurde kommt das Gras über die ehemalige Feuerstelle und man sieh nicht mehr was an dieser Stelle gemacht wurde.
Ich persönlich lege auf dem blanken Boden ein paar Finger dicke Äste aus um das beginnende Feuer von der Bodenfeuchtigkeit zu isolieren. Man baut dem Feuer ein „gemütliches“ Nest. Ein paar dickere Äste bilden einen kleinen Windschutz in denen man Holzspäne und den Zunder legt. Dies bedarf ein wenig Übung und braucht Erfahrung die man nur selbst beim selbst ausprobieren sammeln kann. Egal mit welchem Feuerzeug man das erste Feuer erzeugt braucht man einen guten Zunder. Birkenrinde hat sich immer wieder als ein sehr gutes Zündmaterial erwiesen. Es brennt nass (frisch geerntet) genauso gut wie trocken. Auch etwas Heu oder Stroh kann genutzt werden. Leider bilden sich viele herum fliegende Funken. Brennt erst die Birkenrinde können weitere Holzspäne und kleine Äste aufgelegt werden. Parallel können auch Knüppel oder das vorbereitete Scheidholz genutzt werden (je nach dem wie gut das Feuer schon brennt). Das Anfachen eines Lagerfeuers bedarf etwas Übung da es jedes mal etwas anders brennt.
Merke: Benzin & Spiritus allg. Brandbeschleuniger haben in einem Lagerfeuer nichts zu suchen!
Außer ein in Öl, Diesel oder in Pertolium getränkter Lappen bzw. Kohlenanzünder oder ein Stück Espit können genutzt werden.
Warum kein Benzin auf mein Lagerfeuer verteilen?
Benzin verdampft und beim Zünden kann es zu einer heftigen Verpuffung kommen, denn brennt nicht nur das Lagerfeuer denn brennst auch DU. Die Erfahrung lehrt das Benzin zwar oberflächlich brennt aber das Holz nicht unbedingt zünden muss, wenn es nur einwenig feucht ist. Dieselöl (und auch andere Öle) das über ein Stoß Holz verteilt wird kann in den Boden sickern. Da wir etwas Umweltbewusst sind lassen wir diese Spielerein.
Wo finde ich im nassen Wald trockenes Holz?
Auf dem Waldboden findet sich meist nur halbverrottetes Holz. An Bäumen finden sich fast immer abgestorbene Äste die man nur abzubrechen braucht. Hört man es laut knackten ist es extrem trocken und eignet sich vorzüglich um ein Lagerfeuer zu betreiben.
Holzarten
Diese Frage ist einer der wenigen Fragen die unerheblich sind. Man nutzt das Holz das man findet oder das einem zu Verfügung gestellt wurde.
Wichtig zu wissen:
- 1. egal welches Holz man verwendet: es sollte so trocken wie möglich sein
- 2. Birkenholz brennt auch nass sehr gut
- 3. Buchenholz brennt sehr lange und heiß
Der Rauch von Buchenholz wird zum Räuchern genutzt und die glühende Holzkohle ist die bestens zum Grillen geeignet. Buche ist ideal zu zubereiten von Speisen.
Siehe: Holzarten und deren Verwendung
Wenn das Lagerfeuer brennt
Ein Lagerfeuer lässt man NIE aus den Augen einer muss „Feuerwache“ halten und es mit Nachschub versorgen und regulieren damit es nicht erlischt.
Regulierung des Lagerfeuers
Umso kleiner das Feuer ist umso weniger Feuerholz wird benötigt. Wirtschaftlich mit dem Holz umzugehen ist oberstes Gebot. Der Wald ist zwar voll mit geeignetem Holz aber man möchte nicht einen halben Tag damit zubringen Feuerholz zusammen zu tragen.
Man legt Stück für Stück nach und beobachtet das Feuer. Wird es zu klein legt man nach, wird es zu groß nimmt man ein paar Stücken heraus und legt diese zur Seite.
Man sorgt dafür das dass Feuer genügend Luft bekommt und ordnet das Holz dementsprechend an. Dafür wurde der Schürhacken erfunden. Ein geeigneter Ast tut es genauso gut.
Ist man allein im Wald und will schlafen, legt man mehrer große Holzstücken ins Feuer, damit man an nächsten morgen genügend Glut hat um seinen Morgenkaffee kochen zu können.
Löschen des Lagerfeuers
Man entnimmt nach und nach einzelne Stücken und löscht sie. Die Glut muss mit ausreichend Wasser abgelöscht werden um die kleinste Glut zu löschen. Danach bedeckt man alles mit nassem Sand und stellt sicher das dass Feuer wirklich aus ist. Danach legt man die Gassoden oder beseitigten Blätter darüber um den Lagerplatz in einem ordentlichen Zustand zu verlassen.

